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Montessorizüge in der Silcherschule

Unterschiedliche Voraussetzungen           Unser Weg           Der Weg ist das Ziel            Montessorizüge

Die Bedeutung der Grundschule als Feld elementarer Sozialerfahrungen wächst ständig.
Hier leben und lernen Kinder

  • mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten,
  • mit  oft weit auseinander liegenden Lernvoraussetzungen,
  • aus verschieden strukturierten Familien,
  • mit oder ohne Kindergartenerfahrung.

  Diese Vielfältigkeit als konstruktives Element des Lebens und Lernens in der Schule zu begreifen, und zugleich soziale Grunderfahrungen zu ermöglichen, darum bemühen wir uns fortwährend.
Dies schließt ein Nachdenken über notwendige Veränderungen unserer Schule mit ein.

Der Anspruch individueller Förderung im gemeinsamen Lernen hat uns bewogen, seit dem Schuljahr 1999/2000 einen neuen Weg zu beschreiten.

„Gleichen Schritt und Tritt zu verlangen,
beachtet nicht
die unterschiedliche Anstrengung
für große und kleine Beine.“

                                                                                                              Ruth C. Kohn
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  Dieser Weg sieht so aus:

  1. Wir bilden jahrgangsübergreifende Klassen „JüKs“, zusammengesetzt aus Kindern, die bereits etwa 2 Jahre die Schule besuchen, und einer etwa gleich großen Anzahl von Schulanfängern.
  1. Diese Lerngruppen bleiben bis zum Ende ihrer Grundschulzeit zusammen und werden vom gleichen Klassenlehrer betreut.
  1. Die den Lehrplänen entsprechenden Unterrichtsinhalte werden mit besonderer Betonung der Montessoripädagogik vermittelt.
  1. Neben der Freien Arbeit und den verschiedenen Fachunterrichtsstunden können die Klassen gelegentlich auch jahrgangsrein zusammengefasst werden.

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Der Weg ist das Ziel....

.... denn gerade aus der Verschiedenheit der Kinder ergeben sich wertvolle Lernanregungen. Selbstständigkeit und individuelles Lernen bahnen sich an.
Über die Selbstständigkeit baut sich das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten auf.

Im Helfen und Sich-Helfen-Lassen erfahren die Kinder Kooperation statt Konkurrenz und lernen sich in ihrer Unterschiedlichkeit achten und tolerieren.
Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstorganisation entwickeln sich.

Die vom Lehrer vorbereitete Lernumgebung kommt dem unterschiedlichen Lernzeitbedarf der Kinder entgegen.

Schnelle Lerner können die Grundschule bereits nach 3 Jahren verlassen.

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Wir sagen: Das Kind muss sich selbst erziehen,
sich selbst bilden, mit der Hilfe von Erwachsenen.“
                                                                                  Maria Montessori

Montessorizüge in jahrgangsübergreifenden Klassen wurden in der Silcherschule im Schuljahr 1999/00 erstmalig eingerichtet und standen bisher gleichberechtigt neben dem pädagogischen Modell der Jahrgangsklassen. In der Elternschaft finden die „JüKs“ breite Zustimmung, so dass mit Beginn des Schuljahres 2005/06 alle unserer Schülerinnen und Schüler in altersgemischten Lerngruppen unterrichtet werden.
Mit diesem Angebot wollen wir dazu beitragen, uns als Schule den Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechend zu verändern.

Die Gesamtlehrerkonferenz, die Schulkonferenz und das Oberschulamt Stuttgart haben der Neugestaltung unserer Grundschule zugestimmt.
Neuanfänge bedeuten eine besondere Anstrengung für Lehrerinnen, Lehrer und Eltern ,dessen sind wir uns bewusst.

Dass diese Anstrengungen sich lohnen, das zeigen unsere Erfahrungen.

Angelika Raum

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